Indikation überarbeiten!!!!!!!!!!!

In jedem Mund bildet sich nach ein bis zwei Tagen ein Belag auf den Zähnen, Plaque oder auch Biofilm genannt. Dieser Biofilm besteht aus Milliarden von Bakterien, die einen regen Stoffwechsel entwickeln. Dabei werden isolierte Kohlenhydrate verwertet und Säuren sowie Zellgifte ausgeschieden. Durch diese aggressiven Substanzen entstehen Zahnschäden (Zahnkaries) und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) bis hin zum Knochenabbau (Parodontitis). Vielen Patienten gelingt es auch durch eine gründliche Zahnpflege nicht, alle Zwischenräume und Nischen in der Mundhöhle zu erreichen und damit diese Bakterien zu entfernen.

Insbesondere bei älteren Patienten ist eine regelmäßige gründliche Reinigung des Gebisses unerlässlich, weil das Zahnfleisch zurückgeht. Dadurch wird die freiliegende, Belag und Bakterien ausgesetzte, Zahnoberfläche größer. Außerdem lässt die Fingerfertigkeit im Alter nach, was sich auch auf die Qualität der Putztechnik auswirken kann. Drittens verändert sich der Stoffwechsel im Alter in vielen Fällen ungünstig (chronische Krankheiten, Medikamente usw.) und die Anfälligkeit für Karies und Parodontitis wächst.

Vorsorge

Die Vorsorge durch regelmäßige professionelle Zahnreinigung wird vom deutschen Zahnärzteverband empfohlen. Sie sollte alle sechs bis zwölf Monate durchgeführt werden. Die Häufigkeit der Vorsorge wird allerdings von vielen Faktoren bestimmt. So belegen Studien, dass Wohnort und Lebensgewohnheiten entscheidend die dentale Gesundheit beeinflussen und ein starrer 12-Monatsrhythmus keinesfalls für alle Patienten notwendig ist.[1] So zeigte zum Beispiel eine vergleichende Untersuchung deutscher Großstädte, dass die überdurchschnittlich hohe Wasserqualität Nürnbergs lediglich einen Zweijahres-Rhythmus in der professionellen Zahnreinigung verlangt.[2] Bei kariesaktivem Gebiss oder parodontaler Vorschädigung sollte eine PZR allerdings alle drei bis sechs Monate durchgeführt werden.